Der Markt für neue Personenwagen ist im Februar um 7,7 Prozent gewachsen. 18'521 Neuimmatrikulationen bedeuten einen Zuwachs von 1'323 Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahresmonat und stellen das beste Februar-Resultat seit 2020 dar. Nach zwei Monaten liegt der Schweizer Auto-Markt mit 33'757 Neuwagen auf Vorjahresniveau (+0,4 %).

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«Nach zwei Monaten ist es natürlich noch zu früh, ein Fazit dieses Jahresstarts zu ziehen», erläutert Christoph Wolnik, Stellvertretender Direktor von auto-schweiz, «aber der Februar ist deutlich besser gelaufen als der Januar. Wir blicken nun mit Spannung auf den Start des Frühlingsgeschäftes, den die am Sonntag zu Ende gegangene Geneva International Motor Show nach fünf Jahren Pause wieder eingeläutet hat.» Die Nachfrage von privaten Kundinnen und Kunden sei nach wie vor auf tiefem Niveau, so die Rückmeldungen vieler Marktakteure. «Wir hoffen, dass sich dies auch dank der robusten konjunkturellen Lage bald ändern wird. Eine genauere Analyse wird erst mit den März- und April-Zahlen möglich sein», so Wolnik weiter.

Wie der Gesamtmarkt hat sich im Februar auch die Zahl neuer Personenwagen mit alternativen Antrieben stabilisiert und ist zum Vorjahresmonat um 21,1 Prozent auf 10'831 gestiegen. Mit 31,2 Prozent (+4,1) Marktanteil verfügt fast jedes dritte Neufahrzeug über einen Voll- oder Mild-Hybridantrieb. 17,8 Prozent (+2,7) der Neuzulassungen entfallen auf vollelektrische Modelle, nochmals 9,5 Prozent (-0,3) auf Plug-in-Hybride. Ganz ähnliche Werte stehen nun kumuliert nach zwei Monaten zu Buche (HEV: 30,8 %, BEV: 16,8 %, PHEV: 9,9 %). Benziner kommen kumuliert auf 32,4, Dieselaggregate auf 10,2 Prozent Marktanteil.

CO2-Gesetz im Eidgenössischen Parlament

Bei der Beratung des künftigen CO2-Gesetzes während der laufenden Frühjahrssession der Eidgenössischen Räte stehen bei den Zielwerten für neue Personenwagen nach wie vor jährliche sinkende Zwischenziele zwischen 2026 und 2029 im Raum. Der Nationalrat beharrt mit einer hauchdünnen Mehrheit auf diesem für Konsumentinnen und Konsumenten teuren «Swiss Finish», den auto-schweiz klar ablehnt. Präsident Peter Grünenfelder erläutert: «Die Übernahme der europäischen Zielvorgaben ohne Zwischenziele ist eine realitätsbewusste Politik, denn die Automobil-Hersteller bauen Fahrzeuge für den ganzen Kontinent, und nicht separat für die Schweiz. Jährlich sinkende Zielwerte würden zu steigenden CO2-Sanktionen und damit zu höheren Fahrzeugpreisen führen und sind deshalb klar abzulehnen, wie es der Ständerat bereits getan hat. Die Mehrheit der Nationalrätinnen und -räte sollte nun von einer solchen Symbolpolitik Abstand nehmen. Sie wäre teuer und realitätsfremd und würde KMU und Familien bei der Fahrzeugbeschaffung ab 2026 finanziell stärker belasten.»

 

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und nicht abgeschlossen.

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