Mit «e-Mobilität – Mehr als nur eine Steckdose» war das Forum im Kongresszentrum übertitelt, anlässlich welchem verschiedene Referenten die unterschiedlichen Facetten vollelektrischer Antriebe beleuchteten.

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e-Mobilität – das Thema elektrisiert. Die Politik und damit verwobene Wirtschaftskreise geben Gas. Das zeigt allein schon ein Rundgang durch die Messehallen der transport-CH, wo die Elektrifizierung ein allgegenwärtiges Thema ist. Die Nutzfahrzeughersteller sind in noch nie dagewesenem Masse auf diesen Zug aufgesprungen.

Doch die e-Mobilität hat noch längst nicht alle Bevölkerungskreise in ihren Bann gezogen. Noch gibt es zu viele Bedenken und Vorbehalte. Krispin Romang, Geschäftsführer Swiss eMobility, gestand denn auch ein, dass der Wandel zur e-Mobilität regelrecht als Hochleistungssport bezeichnet werden dürfe – speziell im Transportsektor. Gleichwohl konnte er mit Hilfe aktueller Zulassungszahlen eine zuletzt stark gestiegene Akzeptanz belegen. Francesco Romano, Managing Director Scania Schweiz AG, sieht die Nutzfahrzeughersteller in der Pflicht, «Brücken zu einer neuen Realität zu bauen», wie er es ausdrückte. Er gibt sich gewiss, dass Scania bis in zehn Jahren alle Konfigurationen in vollelektrischen Versionen und mit über 500 Kilometer Reichweite wird anbieten können.

Bernhard Guhl, Leiter des e-Mobility-Bereichs bei der Siemens Schweiz AG, gab Einblicke in die Erfordernisse und Möglichkeiten von Ladeinfrastukturen, insbesondere bei Busbetrieben. In der anschliessenden ersten Podiumsdiskussion brachten des weiteren Sabine Krummen von der Krummen Kerzers AG, Wolfgang Merz, Vorsitzender der Geschäftsleitung der JJ Industrial Solutions Schweiz AG, ihre Erfahrungen mit ein und stellten sich den Fragen des Publikums.

Im zweiten Teil gab Ferdinand Smolders, Geschäftsführer KSU A-Technik AG, Einblicke in die Herausforderungen, welche sich in Werkstätten und Servicestellen mit der e-Mobility ergeben. Die Digitalisierung, welche damit einhergeht, stellt Betreiber und Personal vor grosse Aufgaben. Alain Schwald, Projektleiter Unternehmensentwicklung/Teamleiter Schmierstoff bei der Schätzle AG, als jüngster Referent widersprach seinen Vorrednern einer ungebremsten Forcierung der e-Mobilität und plädierte für Technologieoffenheit. «Mit unserer gegenwärtigen Energiepolitik fahren wir an die Wand. Es kann nicht gut gehen, wenn wir uns voll und ganz auf nur eine Technologie fokussieren», nahm er kein Blatt vor den Mund. Die Schlussrunde mit Daniel Hofer, Präsident Avenergy Suisse, Andreas Burgener, Direktor auto-schweiz, Reto Jaussi, Direktor ASTAG und Ueli Stückelberger, Direktor Verband öffentlicher Verkehr VöV, liess erkennen, dass dieser Weg einer Energiestrategie noch mit vielen Fragen behaftet ist. Die Fragen aus dem Publikum untermauerten diese Feststellung.

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