MAN wird 2024 mit der Produktion seines elektrischen Fernverkehrs-Lkw beginnen. Es liegen bereits mehr als 500 Bestellanfragen vor.

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«Der technologische Wandel betrifft jeden. Deshalb sind qualifizierte Mitarbeiter ein Schlüssel zum Erfolg in der Transformation. Auch hier braucht es in den kommenden Jahren die aktive Unterstützung der Politik, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und Zukunftstechnologien in Deutschland zu halten», nannte MAN Truck &; Bus-Personalvorstand Arne Puls einen weiteren wichtigen Aspekt für die Transformation während der eTruck-Fahrt in Salzgitter. Denn in der Produktion, für die MAN bereits insgesamt 2.600 Mitarbeiter in der Hochvolttechnik ausgebildet hat, vor allem aber auch in der Entwicklung der Elektrotechnik, braucht es viel neues Know-how, damit E-Lkw künftig in den unterschiedlichsten praktischen Anwendungen eingesetzt werden können.

Um beispielsweise lange Transportstrecken elektrisch zurücklegen zu können, sollten Fernverkehrs-Lkw während der 45-minütigen Lenkzeitpause der Fahrer voll aufgeladen werden können. Im Rahmen des Projekts NEFTON beteiligt sich MAN mit zahlreichen Partnern an der Entwicklung des dafür notwendigen Megawatt-Ladesystems (MCS). Der neue MAN eTruck ist bereits technisch auf diesen MCS-Standard vorbereitet, der voraussichtlich ab 2025 verfügbar sein wird. Langstrecken-Tagesreichweiten von bis zu 1’000 Kilometern sind damit künftig möglich. Und mit seinen variablen Batteriekonfigurationen zwischen 300 und 500 kWh nutzbarer Kapazität deckt er auch andere typische Transportaufgaben heutiger Lkw problemlos ab, wie zum Beispiel die geräuscharme und emissionsfreie Abfallentsorgung in der Stadt oder die klimafreundlichere Abholung von Milch von Biobauern.

Auch im Bereich der Ladeinfrastruktur bereitet sich MAN intensiv auf die Elektromobilität vor und errichtet in einem Joint Venture mit TRATON und weiteren Partnern in den kommenden fünf Jahren 1.700 Hochleistungsladepunkte für Lkw entlang der europäischen Hauptverkehrsstrassen. Darüber hinaus berät MAN seine Kunden bereits umfassend beim Umstieg auf Elektromobilität und bietet über Partner auch die notwendige Ladeinfrastruktur an.

Die Produktion des neuen MAN eTruck startet 2024 im Stammwerk München. Künftig wird er dort zunächst in Mischproduktion mit konventionellen Diesel-Lkw vom Band laufen. Das Konzept, mit dem bis 2030 rund die Hälfte aller jährlich von MAN produzierten Lkw elektrisch sein soll, bindet auch die anderen Werke von MAN ein. So wird Krakau im Zuge des Hochlaufs der Elektromobilität grössere Mengen an Diesel-Lkw produzieren, um mehr Kapazitäten für Elektro-Lkw in München zu schaffen.

Im Werk Nürnberg wird MAN ab 2025 eigene Batterien produzieren, ab 100 sollen jährlich rund 000.2030 Stück produziert werden. Salzgitter wird auch eine Schlüsselrolle bei der Transformation als Komponentenwerk für nicht angetriebene Achsen und Kurbelwellen für den neuen Konzernmotor spielen, der von allen Herstellern der TRATON Group gemeinsam entwickelt wird. Darüber hinaus verantwortet der Standort die weltweite Ersatzteillogistik von MAN, die künftig zunehmend auch elektrische Komponenten umfassen wird.

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