Der japanische Technologiekonzern und Batterie-Produzent Panasonic will am europäischen Markt offensichtlich noch stärker Fuss fassen: Hierzu ist man eine strategische Kooperation mit zwei norwegischen Unternehmen eingegangen.

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In Sachen Elektromobilität ist der japanische Tech-Konzern Panasonic mit seinen über 250'000 Mitarbeitenden weltweit eine feste Grösse: Bekannt ist beispielsweise, dass die im Automotiv-Bereich breit aufgestellten Japaner seit 2014 gemeinsam mit Tesla die sog. Gigafactory für Akkumulatoren in Nevada betreiben. Der entsprechende Kooperationsvertrag wurde diesen Sommer erst verlängert.

Doch jetzt hat Panasonic mit Blick auf die Elektromobilität offensichtlich immer mehr auch den europäischen Markt im Auge: Panasonic plant in Norwegen eine strategische Kooperation mit dem Energieunternehmen Equinor und dem Industriekonzern Norsk Hydro, um die Möglichkeiten für den Aufbau eines «nachhaltigen und kostengünstigen europäischen Batteriegeschäfts» unter anderem für E-Fahrzeuge auszuloten, wie das Fachportal electrive.net vermeldet.

Laut einer gemeinsamen Erklärung sollen in einem ersten Schritt potenzielle Kunden unter anderem in der europäischen Automobilindustrie direkt einbezogen werden. Die Asiaten wollen dabei mit den zuständigen Behörden in Norwegen und Europa in einen Dialog treten, um wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für eine gemeinsame Batterieoffensive zu schaffen.

Das Fachportal electrive.net vermutet hinter den Verlautbarungen von Panasonic mehr als eine blosse strategische Partnerschaft, um den Markt enger begleiten zu können: Die Offensive in Skandinavien könnte beinhalten, dass die Japaner über eine Zellfabrik in Europa selbst nachdenken.

Panasonic selbst will diese Vermutungen bisher weder dementieren, noch bestätigen, lässt sich jedoch wie folgt zitieren: «Diese Zusammenarbeit kombiniert die Position von Panasonic als innovatives Technologieunternehmen und führendes Unternehmen für Lithium-Ionen-Batterien mit der umfassenden industriellen Erfahrung von Equinor und Hydro, beide starke Global Player, um potenziell den Weg für ein robustes und nachhaltiges Batteriegeschäft in Norwegen zu ebnen.»

Den Worten von Mototsugu Sato, Executive Vice President bei Panasonic, kann durchaus entnommen werden, dass die Zusammenarbeit mit Equinor und Hydro letztlich effektiv in den Aufbau einer Produktionsstätte in Norwegen zum Ziel hat.

 

Quelle: https://www.electrive.net/2020/11/18/panasonic-prueft-investitionen-in-europaeische-batterie-projekte/

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