Er ist Ehrenpräsident und ein «Mann der ersten Stunde». Roland Ayer setzte sich von Beginn an dafür ein, die transport-CH zur Leitmesse der Schweizer Nutzfahrzeugbranche zu machen.

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Schon früh kam Roland Ayer mit der Fahrzeugbranche in Kontakt: Nach Abschluss der Matura fand er Arbeit in einer Ford-Garage. Seither begleitet ihn die Branche, wobei der ehemalige Basketballer von Olympique Fribourg – nicht nur seiner Statur wegen –zweifellos als «Grandseigneur» des Schweizer Autogewerbes bezeichnet werden kann. Nach verschiedenen Anstellungen in der Autobranche übernahm er die Leitung des neuen AMP im freiburgischen Grolley. Bis 1985 stand er dort als Verwalter 180 Mitarbeitern, davon 40 Lehrlingen, vor. Danach wechselte er als Direktor zur Mercedes Bern AG, präsidierte AGVS (bis 2003) und nahm Einsitz ins OK des Genfer Autosalons.

Für Roland Ayer kam nur Bern in Frage

Roland Ayer ist eine zentrale Figur in der Schweizer Automobil- und Fahrzeugbranche. So verwundert es nicht, dass er auch für die Geschichte der transport-CH eine zentrale Rolle gespielt hat: Als die Genfer den Nutzfahrzeugsalon aufgaben, gehörte Ayer zu den Initianten der Freiburger Nutzfahrzeugausstellung. Allerdings: Die grossen Autoimporteure hätten sich «vorerst wenig für eine regionalen Ausstellung interessiert», erinnert sich Roland Ayer. Als Präsident des AGVS habe er deshalb «grosse Anstrengungen unternehmen müssen, um die Importeure für eine nationale Messe zu gewinnen.» Als Standorte standen dabei nur Bern, Basel oder Zürich zur Debatte. Für den Freiburger war klar: «Aus geografischen Gründen und wegen der Nähe zur Westschweiz kam für mich nur Bern in Frage.»

Rege Kontakte zur Politik

Als Präsident des AGVS sah Ayer damals, der selbst auf kommunaler und kantonaler Ebene politisch aktiv war, eine seiner zentralen Aufgaben in der Lobbyarbeit zugunsten der Interessen der Transportbranche. Schon früh gründete er im AGVS einen politischen Ausschuss mit Parlamentariern. Das so gewachsene Netzwerk nutzte Ayer auch als OK-Mitglied der transport-CH: Verkehrsministerin Doris Leuthard und Bundespräsident Ueli Maurer bereicherten mit ihren Auftritten nicht nur das Messeprogramm in Bern. Sie widerspiegelten die gewachsene Bedeutung der Transportbranche in der Politik. Letzteres hatte sich übrigens bereits zu Freiburger Zeiten angebahnt: Nicht nur Freiburger Staatsräte wohnten jeweils der Eröffnung im Forum Fribourg bei. Auch Ständeräte wie der heutige SP-Bundesrat Alain Berset gehörten zu den Gästen.

Aus- und Weiterbildung zentral

Neben der Politik war Roland Ayer von Anfang an ein zweiter Punkt ganz wichtig, der sich auch wie ein roter Faden durch die transport-CH zieht: Bereits in Grolley widmete er seine Aufmerksamkeit der Ausbildung der Lehrlinge und der Weiterbildung der Mitarbeiter. Sie sind aus seiner Sicht «das Fundament für die künftige Entwicklung der Branche, die von informations-technologischen Veränderungen, vom Wandel der Antriebstechnik und von umweltpolitischen Auflagen herausgefordert wird.» Attraktive Arbeitsplätze mit der Verbindung von Mechanik und Elektronik würden Anziehungspunkte für junge Menschen bilden und das Qualitätsniveau der Branche hoch halten. Dies zeigt sich auch bei internationalen Berufswettbewerben wie den World Skills.

Starkes OK bürgt für die Zukunft

Vom 14. Bis 17. November 2019 kann Roland Ayer mit seinen OK-Kollegen zusammen die zehnte Austragung des Schweizer Nutzfahrzeugsalons feiern. Dabei streicht er rückblickend «die stets hervorragende Zusammenarbeit des Teams, die auf der menschlichen und fachlichen Kompetenz seiner Mitglieder basiert», heraus. Darauf gründe der Erfolg. Vor allem aber: «Sie bürgt auch für eine erfolgreiche Zukunft.»

 

 

Zur Person:

 Hobbies:

  • Sport allgemein, Wandern, Reiten

 

Ausbildung:

  • Handelsmatura
  • Schweizerische Management Schule SG/Montreux

 

Berufliche Karriere:

  • Diverse Anstellungen bei verschiedenen Automarken in der West- und Deutschschweiz
  • 1970 – 1985 Verwalter AMP Grolley
  • 1985 – 2000 Direktor Mercedes Bern AG

 

Militär:

  • Oberst: Rgt Kdt

 

Verbände/Behörden:

  • Gemeindepräsident Grolley
  • Mitglied des Freiburger Grossen Rates
  • 1985 – 2003 Vorsteher des Direktionsausschusses des AGVS
  • Vorstandsmitglied der International Organisation for Motor Trades and Repairs 
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