Die Montagebänder der «Gigafactory Berlin» von Tesla stehen für zwei Wochen still. Gerüchteweise soll zu viel Schrott produziert worden sein.

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Wenn derzeit Autohersteller ihre Produktion unterbrechen, dann ist meist eine gerissene Zulieferkette schuld. Im Fall der Produktionsanlage in Berlin-Brandenburg, von Tesla «Gigafactory Berlin» genannt, ist die Pause im Juli aber hausgemacht.

Offizielle Informationen sind mangelhaft, so springen Halbinfos und Gerüchte in die Bresche. Laut Recherchen der Newsplattform stehen die Bänder vom 11. bis 22. Juli still, damit «Produktionsabläufe optimiert und nachjustiert» werden könnten. Ob diese Optimierungen mit dem weltweiten Rückruf von Model 3 und Y wegen Ausfällen des automatischen Notrufsystems (eCall) im Zusammenhang stehen, scheint unwahrscheinlich.

Stapel von Auto-Karrosserien

Hingegen zirkulieren auf Social Media Bilder von gestapelten Tesla-Chassis, die als Ausschuss bezeichnet werden (was ebenso wenig überprüfbar ist wie die Frage, ob die Bilder wirklich vom Tesla-Gelände in Berlin stammen). Ein Twitterer, nach eigener Bio Ingenieur, schätzt die Ausschuss-Rate auf 10 bis 15 %, was aussergewöhnlich hoch wäre und eine Optimierung der Abläufe angezeigt scheinen liesse.

BYD vor Tesla

Tesla-Chef Elon Musk hatte die Produktionsstätten in Berlin und in Shanghai früher diesen Sommer als Geldverbrennungsöfen bezeichnet. Dies massgeblich aufgrund von Schwierigkeiten der Zulieferer. Derweil ist die Tesla-Aktie von Höchstständen bei 1200 Dollar auf unter 700 gesunken. Ebenfalls bemerkenswert: Im ersten Halbjahr 2022 ist Tesla von BYD als mengenmässig grösstem Hersteller von Elektroautos abgelöst worden. Der chinesische Anbieter setzte 641,350 Autos ab, Tesla deren 564'743.

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