Im Juni 2022 war es soweit und der Scania 25P B 6x2*4 NB Battery Electric Vehicle (BEV) für die WS-Skyworker AG aus Oensingen wurde im Scania-Werk Södertälje am normalen Produktionsband produziert und anschliessend direkt zum Aufbauer überführt. Somit wird auch der 30'000. verkaufte Scania in der Schweiz schon bald auf unseren Strassen anzutreffen sein.

 

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Eigentlich war geplant, dass der Kunde die Produktion seines ersten BEV Scania im Werk Södertälje live miterleben kann, aber bei der derzeit unsicheren Liefersituation war es nicht möglich, einen kurzfristigen Besuch während der eigentlichen Fahrzeugproduktion zu planen und zu realisieren. Doch dies hielt Martin Vögtli, Inhaber und CEO der WS-Skyworker AG, nicht davon ab, dem Scania Werk in Södertälje trotzdem einen persönlichen Besuch abzustatten und sich gleichzeitig die erst kürzlich vorgestellte Neuheit der «BEV Regional-Fahrzeuggeneration» im Detail näher vorstellen zu lassen.

Im Werk angekommen, wurden die Schweizer Gäste gleich von Mikael Magnusson, Area Sales Manager Schweiz und weiteren Ländern, empfangen, welcher Scania und deren Werte, Philosophie und Meilensteine zum weltweit nachhaltigsten Nutzfahrzeuganbieter näher vorstellte. Gleich im Anschluss ging es dann auf die Scania eigene Teststrecke, auf welcher die Theorie in der Praxis getestet werden konnte.

Wenn schon einmal im Scania Werk, dann darf ein Besuch des Scania Demo Center auf keinen Fall verpasst werden. Normalerweise «stürzen» sich die Besucher auf die grössten und somit auch schwersten Scania, welche wie gewohnt schön in Reih und Glied für die Besucher auf eine nächste Testrunde warteten. Nicht so bei Martin Vögtli. Denn wer einen BEV in Bestellung hat, will nicht zwingend einen V8 mit 770 Pferdestärken als erstes über die hügelige Scania-Teststrecke bewegen.

So erstaunte es nicht, wurde als erstes Ausschau nach einem BEV Scania gehalten, der dann auch fast schon etwas «einsam und verlassen» auf einen möglichen Testfahrer wartete. Nach einer kurzen Einweisung ging es dann auf die Teststrecke, leise und geräuschlos, aber mit viel Leistung und Drehmoment vom kräftig zupackenden Elektroantrieb. Schon bei der Anfahrt auf den Stellplatz konnte man Martin Vögtli ein breites Lachen entnehmen, womit er klar zu verstehen gab, dass die Testfahrt wohl viel Spass geboten haben muss. Neben dem BEV Citywide Linienbus, einen Scania mit den neuen, elektronischen Rückspiegeln konnte zum Abschluss auch noch ein Holz-Anhängerzug mit 53 Tonnen Gesamtgewicht über die Teststrecke bewegt werden.

Im Anschluss an das Democenter war die Schweizer Gruppe Gast von Kristine Stalhandske, E-Mobility Sales Managerin, welche den Gästen die Scania E-Mobility Roadmap im Detail näher vorstellen durfte und auch die eine oder andere Frage direkt beantworten konnte.

Am nächsten Tag durften die Vertreter der WS-Skyworker AG einen weiteren Einblick in ein äusserst attraktives Scania Pilot Partner Programm werfen. Tony Sandberg, seinerseits Direktor für Pilot Partner, stellte dieses Projekt im Detail vor und zeigte die Bedeutung und Wichtigkeit auf, weshalb Scania seinen Pilot Partnern diese Aufmerksamkeit schenkt und was mit deren Erfahrungen intern weiter geschieht.

Als krönender Abschluss des Werkbesuches konnte dann noch die Chassis-Produktion besichtigt werden, in welcher insbesonders die ausgeklügelte Logistik und die Herausforderungen eines gesicherten Teilenachschubes deutlich aufgezeigt wurden. Entlang der Produktionslinie konnte immer wieder ein BEV-Fahrzeug in seiner Entstehung besichtigt werden und es erstaunte immer wieder, dass Scania seine BEV- wie auch PHEV-Fahrzeuge am gleichen Produktionsband wie die «normalen» Diesel-Fahrzeug produziert, einfach von aussen daher erkennbar, da sehr viele orange Kabel in das Chassis verbaut wurden.

Auf dem Weg aus dem Werksareal konnte dann von aussen auch noch ein Blick auf das derzeit entstehende Batterie-Montagewerk geworfen werden, in welchem Scania schon bald die von Nordhvolt vorgefertigten Batteriezellen zu fertigen Fahrzeugbatterien fertigen wird und anschliessend gleich ans naheliegende Produktionsband liefert. Auch hier, kurze Wege für eine zukünftige nachhaltige Transportlösung.

Jetzt gilt es nur noch den Aufbau-Hersteller «auf Trab» zu halten, damit dieser von seinem Versprechen von einer Fahrzeuglieferung nach den Sommerferien nicht abkommt und wir den neuen BEV Scania der WS-Skyworker AG schon bald in seiner angedachten Aufgabe als erstes vollelektrisches Baustellen-Taxi bewundern können.

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