Der US-amerikanische Handelsriese Walmart hat 4'500 Elektrofahrzeuge beim Start-up Canoo bestellt. Sie sollen bereits 2023 zum Einsatz kommen.

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Um satte 111 Prozent stieg die Aktie des amerikanischen Elektro-Autobauers Canoo Mitte Juli plötzlich. In einer Zeit fallender Aktienkurse an der Wall Street wie anderswo kann diese Entwicklung zweifellos als bemerkenswert bezeichnet werden. Hintergrund des Runs auf die Canoo-Aktien bildete eine Medienmitteilung des Unternehmens, wonach man mit Walmart eine verbindliche Vereinbarung zum Kauf von 4’500 vollelektrischen Lieferfahrzeugen unterzeichnet habe.

Den Auftakt der Fahrzeug-Lieferungen soll dabei das Lifestyle Delivery Vehicle (LDV), eine Cargo-Variante des Canoo Lifestyle Vehicle, machen. Der Vertrag beinhalte auch die Option, bis zu 10’000 Einheiten zu kaufen, wie Canoo mitteilt.

Der Haken dabei: Noch wird das Fahrzeug gar nicht gebaut: Canoo geht davon aus, die Produktion der LDV-Lieferfahrzeuge im vierten Quartal 2022 beginnen zu können, so dass Walmart ab 2023 mit den E-Transportern liefern will.

Canoo ist allerdings nicht der einzige Fahrzeug-Lieferant von Walmart: Walmart hat das Ziel, bis 2040 emissionsfrei zu sein. Vor diesem Hintergrund arbeitet Walmart an der Umstellung auf E-Fahrzeuge in den verschiedenen Bereichen seiner Transportkette. Ab Sommer werden testweise erste batterieelektrische Schwerlast-Lastwagen der Typen eCascadia von Freightliner und Tre BEV von Nikola für Fahrten im Umfeld eines Distributionszentrums in Kalifornien einsetzen. Bei den E-Lieferwagen auf der «letzten Meile» hat Walmart Elektrofahrzeuge bei BrightDrop (GM) bestellt. Hinzu kommen 1'100 Ford E-Transit.

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