In einem Jahr mit stark rückläufigen Umsätzen bilden die teil- und vollelektrisierten Autos einen Lichtblick. Für jene Anbieter, die die richtigen Fahrzeuge im Angebot haben.

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Die Statistik des Importeurs-Verbands auto-schweiz ist tiefrot eingefärbt: So gut wie kein Hersteller entging dem Markteinbruch, der kumuliert bis Ende November rund 25 % beträgt, im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt. Vergleichsweise glimpflich, mit Rückgängen im einstelligen Minusbereich, kamen von den grösseren Anbietern nur Porsche (-0,6 %), Mini (-2,2), Renault (-3,9) und Volvo (-7,5) davon.

Massiver Einbruch bei Japan-Marken

Am anderen Ende der Negativ-Skala stehen Marken wie Nissan (-41,6 %), Suzuki (- 43,1), Honda (-45,5), Citroën (-46,0), Subaru (-48,6) und Opel (ein schon fast herzzerreissendes Minus von 77,6 %). Corona hat die ganze Branche gebeutelt, doch die Unterschiede sind gewaltig. So hat sich das deutsche Trio, welches das Etikett «Premium» für sich reklamiert, besser gehalten als der Markt. Die Umsatzriesen VW und Skoda entwickelten sich ungefähr wie der Gesamtmarkt, ebenso die koreanischen Schwestermarken Hyundai und Kia. Hart gebeutelt wurden die japanischen Marken, nur Toyota konnte beim Marktanteil ein wenig zulegen.

Zugelegt, und zwar in absoluten Zahlen und noch mehr in Sachen Marktanteil, haben PW mit elektrifiziertem Antrieb.

In den ersten elf Monaten des Jahres kommt die Schweiz auf einen Anteil der Autos mit vollelektrischem Antrieb von 7,2 Prozent und liegt damit in Europa, hinter Norwegen, Niederlande und Schweden auf dem vierten Rang. Und das ohne staatliche Kaufprämien. Kumuliert mit den 5,5 % Plug-in-Hybriden (PHEV) resultiert für die «Steckerfahrzeuge» ein Anteil von stattlichen 12,7 %. 2015 waren es noch 1,9 %.

Model 3 führt E-Offensive an

Der E-Trend gewinnt praktisch monatlich an Fahrt, angesichts immer mehr verfügbarer Modelle durchaus naheliegend: Im Monat November schafften PHEV und E-Autos schon 17,8 %. Zählt man nun noch die Vollhybride (primär Toyota) und die Mildhybride (mit Startergenerator) hinzu, liegen die «Alternativ-Antriebe» im November 2020 bei über einem Drittel Marktanteil.

Die Hitparade der Steckerfahrzeuge führt Tesla mit dem Model 3 (3489 Ex. – siehe Grafik) an. Die Mittelklasse-Limousine ist mittlerweile das mit Abstand wichtigste Modell der Marke; schon die Nummer zwei der Teslas, das Model X, rangiert mit 443 Ex. nur noch im breiten Mittelfeld.

Rang zwei belegt die dritte Generation des Renault Zoe (so nebenbei der erfolgreichste Kleinwagen überhaupt), vor dem meistverkauften PHEV, der Plug-in-Hybrid-Variante des Volvo XC60.

In der Bestenliste der Autos aller Antriebsarten liegen drei «Amag-Autos» vorn: Skoda Octavia vor VW Tiguan und Audi Q3. Auf Rang 4 folgt der Tesla Model 3.

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