Der weltweit grösste Batterie-Produzent CATL senkt die Preise für ausgewählte Kunden teilweise massiv. Profitieren können chinesische Elektroauto-Produzenten.

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Der chinesische Batterie-Hersteller CATL senkt gemäss Informationen des Elektroauto-Portals elektroauto-news.net die Preise für seine Batterien teilweise signifikant. Davon profitieren sollen ausgewählte Kunden wie NIO, Li Auto, Huawei oder Zeekr. Nicht zu den Profiteuren der Preisabschläge soll Tesla gehören. Auch der amerikanische Techkonzern ist Grossabnehmer bei CATL. Das News-Portal bezieht sich in seinem Bericht seinerseits auf ein chinesisches Portal.

Mit diesem Schritt will CATL strategischen Kunden wie den chinesischen E-Auto-Herstellern NIO, Zeekr oder Li Auto, die offensichtlich als zuverlässigere Abnehmer als die ausländische Konkurrenz gesehen werden, zu beträchtlichen Preisvorteilen verhelfen. So soll ein Teil des Preises für drei Jahre auf Basis eines Lithium-Tonnenpreises von 27’300 Euro eingefroren werden. Im Gegenzug zu den grosszügigen Rabatten verpflichten sich die Abnehmer, etwa 80 Prozent ihres Batteriegesamtbedarfs bei CATL einzukaufen. NIO hat bisher alle Batterien bei CATL bezogen und einer Pressemitteilung zufolge bereits im Januar einen Fünfjahresvertrag unterzeichnet (vgl. Foto) – obwohl im Juni letzten Jahres der Start einer eigenen Batterieproduktion bekanntgegeben wurde.

Marktbeobachter sehen im Schritt von CATL nicht primär einen Angriff der Chinesen auf die ausländischen Elektroauto-Produzenten. Vielmehr ziele der Schritt darauf ab, kleinere chinesische Rivalen wie CALB oder EVE Energy auf Abstand zu halten. «Es geht sehr stark um Marktanteile», wird Caspar Rawles, Experte beim Analysehaus Benchmark Mineral Intelligence, auf Cash zitiert. «Das ist, wie ich denke, zum Teil ein Preiskrieg.»

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