Die Zahl der Ausweisentzüge hat 2023 im Vorjahresvergleich um knapp ein Prozent zugenommen. Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit, Angetrunkenheit sowie Gefährdung Dritter durch Unaufmerksamkeit gehörten erneut zu den häufigsten Gründen. Die Zahl neuerworbener Führerausweise nahm dagegen erneut deutlich ab. Dies zeigen jährliche Statistiken des Bundesamts für Strassen (ASTRA).

 

 

Teile diesen Artikel :

Die Anzahl der Ausweisentzüge in der Schweiz betrug 2023 80 015, dies geht aus der Statistik zu den Administrativmassnahmen (ADMAS) hervor. Das sind 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr (+ 733 Fälle). Ein Rückgang wurde hingegen sowohl bei den Entzügen der Lernfahrausweise (– 3,2 Prozent), als auch bei den Annullierungen der Führerausweise auf Probe (– 6,1 Prozent) festgestellt.

In 58,7 Prozent aller Fälle waren überhöhte Geschwindigkeit, Angetrunkenheit oder Gefährdung Dritter durch Unaufmerksamkeit Grund für einen Ausweisentzug. Dies waren auch in den Vorjahren die häufigsten Entzugsgründe.

Mit 14,1 Prozent gab es bei den Ausweisentzügen wegen Nichteignung aufgrund von Krankheit und Gebrechen einen starken Zuwachs. Mit 5985 Fällen wurde hier beinahe der Höchststand der letzten 10 Jahre erreicht (6004 Fälle im Jahr 2017).

Mehr ausländische Führerausweise aberkannt

Mit 21 133 Fällen hat sich auch die Zahl der Aberkennungen ausländischer Führerausweise 2023 deutlich erhöht (plus 17,8 Prozent zum Jahr 2022). Wie bei den Ausweisentzügen war der häufigste Grund für eine Aberkennung das Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit.

Weniger Neulenkende

75 712 Personen haben 2023 ihren Führerausweis für Personenwagen neu erworben. Damit setzte sich der Rückgang aus dem vorherigen Jahr fort (2022: 83 626 Neulenkende).

Am 31. Dezember 2023 besassen rund 6,3 Millionen Personen in der Schweiz einen Führerausweis für Personenwagen (0,9 Prozent mehr als 12 Monate zuvor).

Einen Kommentar schreiben
Bitte rechnen Sie 9 plus 1.