Toyota hat gemeinsam mit seiner Tochtergesellschaft Woven Planet den ersten Prototyp einer tragbaren Wasserstoffkartusche entwickelt. Diese soll die Versorgung mit Wasserstoff als Energiequelle der Zukunft erleichtern.

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Toyota will mit Wasserstoff die Stromversorgung ganzer Städte in Japan sicherstellen. Toyotas Tochtergesellschaft Woven Planet baut deshalb an einer Zukunftsstadt. In der sogenannten Woven City sollen künftige Mobilitäts- und Wohnsysteme getestet werden, darunter der erweiterte Nutzen der Brennstoffzellentechnologie und des Wasserstoffs.

Gemeinsam mit der Eneos arbeiten Toyota und Woven Planet gemäss einem Bericht der Plattform elektroniknet.de, der auf einer Medienmitteilung von Toyota basiert, am Aufbau einer wasserstoffbasierten Versorgungskette, um Produktion, Transport und tägliche Nutzung zu beschleunigen und zu vereinfachen. Im Mittelpunkt dieser Versuche steht die Deckung des Energiebedarfs der Einwohner von Woven City sowie der umliegenden Gemeinden. Neustes Projekt hierbei ist ein funktionierender Prototyp tragbarer Wasserstoffkartuschen. Diese sollen grünen Treibstoff für eine Reihe täglicher Aktivitäten innerhalb und ausserhalb des Wohnraums bereitstellen. Die Idee kennt man bereits aus den CO2-Druckzylindern von Wassersprudlern.

Anwendungsbeispiele für die Tauschzylinder könnten gemäss der Neuen Zürcher Zeitung auch Brennstoffzellenfahrzeuge sein. Sie könnten an Tankstellen den leeren Zylinder gegen einen vollen austauschen und weiterfahren. Doch Woven Planet denkt auch an Kartuschen-Slots in Hauswänden, um den Hausstrom vom Netz unabhängig per Brennstoffzelle zu produzieren, oder als Energielieferanten für Elektroauto-Ladesäulen – überall da, wo es keine Stromnetzabdeckung gibt. Toyota und Woven Planet denken an einen Lieferservice, wie es ihn bereits für Propangasflaschen gibt. Auch Abholstationen an Tankstellen wären denkbar.

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